Die Drogen sind ein Problem, welches die Menschen an zwei grundsätzliche Dinge erinnert. Erstens, dass sie sterblich sind, und zweitens, dass gegenüber Gefahren, die das menschliche Individuum gefähr­den, kein Unterschied zwischen den Menschen besteht. Es gibt keine Reichen oder Armen, keine Wichtigen oder Unwichtigen, die mehr oder weniger davon gefährdet werden als manche andere. Die Drogen sind die Plage des Jahrhunderts und betreffen uns alle.

Warum sind aber die Drogen so gefährlich? Weil sie vielleicht töten? Dass sie töten ist eine Wahrheit, aber, wenn jemand diesen Punkt analysiert, wird er sehen, dass das nicht die eigentliche Eigenschaft ist, die sie zu Gefährlichen erklärt. Die Todesfälle aufgrund der Drogen sind zahlenmäßig geringer als die Todesfälle infolge von Autounfällen, und niemals hat sich einer gewagt, das Auto in dieser Hinsicht als eine Plage zu charakterisieren. Davon abgesehen ist der Hauptgrund der Todesfälle infolge von Drogen ihre Unreinheit, die eine falsche und somit die "tödliche Dosis" herbeiführt.


An dieser Stelle stellt sich auch die Hauptfrage: Falls die Drogensüchtigen zu korrekten Dosierungen angeleitet werden und somit dem Tod entgehen könnten, würden dann die Drogen eine Plage sein oder nicht? Das Problem enthüllt sich in vollem Umfang, wenn sich jemand überlegt, dass in diesem Fall der Tod ein sekundäres Element ist. Die Drogen sind eine Plage, weil sie eine Welt von "lebenden Toten" erschaffen, die mitten unter uns ist. Eine Welt, die dunkel und stumm ist und deren Beteiligte Tag und Nacht den Schmerz und die Isolation kennen. Eine Welt, wo das Unlogische sehr oft logisch erscheint. Es ist absurd -auch wenn man nur daran denkt- dass für manche Menschen der biologische Tod eine Erlösung sein kann.

Die Eltern und Freunde dieser Menschen haben Angst gerade vor diesen Qualverhältnissen. Sie leben nicht mit der Angst, dass ihr Angehöriger vielleicht plötzlich sein Leben verliert -da im Prinzip alle Menschen mit dieser Angst leben müssten, von dem Augenblick an, wo jeder von uns ständig dem Tod ausgesetzt ist- sondern leben mit der Angst der unmenschlichen Qualen, die die Drogen hervorrufen. Sie werden traurig, weil sie ihren lieben Menschen wie eine Kerze, die gerade schmilzt, vor ihren Augen haben. Sie blicken einen Menschen an, dessen Charakterzüge in dem Maße entstellt werden, dass er sich zum Schluss nicht als solcher verhält. Wer ist aber der Mensch? Wie verhält er sich als solcher und wie nicht?

Wir werden drei Grundelemente ansprechen -die mehr oder weniger weit akzeptiert werden- sodass wir einer tieferen philosophischen Analyse entgehen können. Jeder Mensch hat als Individuum einen persönlichen Wert und diesen Wert versucht der Mensch zu bestätigen, indem er seine innere Energie und sein mögliches Talent in schöpferische Richtung lenkt. Die gleiche Person -unabhängig vom Ergebnis ihrer Bemühungen, die Bemühungen eines Lebens sind- ist parallel auf der Suche nach dem, was wir Lebensfreuden nennen. Diese Freuden sind nicht etwas Unbestimmtes, sondern gleichen sich in ihrem Hauptumfang mit zwei Begriffen, welche Liebe und Freundschaft sind.

Der drogenabhängige Mensch, unabhängig davon was er in seinem vorherigen Lebensabschnitt erreicht hat, ist nicht in der Lage, den vorhergenannten Begriffen nachzukommen. Er ist Knecht seiner Abhängigkeit und das Vorhergenannte verlangt Hingabe und gebärt Pflichten. Das Eintreten seiner Isolation ist eine reine Zeitfrage von dem Augenblick an, wo der Knecht, egal welcher Abhängigkeit -umsomehr jedoch der Drogenabhängige- sein Umfeld erschreckt. Die Voreingenommenheit ist ein ebensowichtiger Grund der Isolation, aber sie betrifft die globale Beziehungsebene zwischen Drogen­süchtigen und der Gesellschaft. Die Vorurteile sind nicht von Belang, wenn wir über Menschen unserer nähesten Umgebung sprechen. Das Drama entsteht gerade an dieser Stelle. Du liebst einen Menschen und gleichzeitig hast du vor ihm Angst, ohne zu wissen wie du ihm helfen kannst. Du weißt nicht einmal, ob er diese Hilfe in der Form, wie du sie verstehst, verlangt. Ein Hilfeversuch kann für seine Mutter sein, dass sie weinend hinter ihm herrennt und ihm Ratschläge erteilt, so wie ein Hilfeversuch auch die wirtschaftliche Unterstützung sein kann, bei der wir wissen, wo sie hinführt. Alles ist relativ. Andererseits existiert die Liebe, aber die Drogen verzerren das Benehmen. Das Interesse wechselt ständig mit dem Desinteresse, das Vertrauen mit dem Misstrauen und die Dankbarkeit mit der Undankbarkeit.

All das hat zum Ergebnis, dass alle das Problem wahrnehmen und als Menschen mit Kritik -jeder auf seine Art- versuchen, eine Lösung zu finden. Aufgrund dessen aber, dass das Problem aus der persön­lichen Ebene entgleitet und die Menschen in organisierten Gesellschaften leben, versuchen sie nicht, die mögliche Lösung, die sie in ihrem Kopf haben, auf persönlicher Ebene anzuwenden, sondern wenden sich dem Machtsystem zu.

Das Machtsystem ist also der Empfänger der Gesellschaftssorgen und dieses übernimmt es -mit den Mitteln die ihm zur Verfügung stehen- das Problem zu lösen. Von dem Augenblick an, wo dieses die Entscheidung zum Wirken nimmt, lässt sich die Gesamtheit der Randbedingungen des Problems erblicken. Es existiert eine Gesellschaft, die sich Sorgen um ihre Kinder macht, ein Machtsystem -das angeblich existiert um die Gesellschaft zu schützen- und eine Menge von "boshaften Elementen", die mit dem Tod handeln. Es existiert also ein Opfer, ein Beschützer und ein Opferer.

Falls man einen beliebigen Menschen danach fragt, was er als Lösung vorschlägt, wird er ohne zu zögern antworten, dass die Polizei und die Anwendung strengen Handelns gegenüber der Drogenhändler die einzige Lösung sei. Falls man einen "Fortschrittlicheren" fragt, wird er antworten, dass die Freigabe der Drogen die einzige Lösung sei. Diese beiden Meinungen legen auch die Grenzen fest im Bezug auf die Verhaltensweise des Systems. Ist überhaupt eine davon die Richtige? Leider ist das Problem komplizierter und beide Lösungen stellen sich als falsch heraus. Hier wird sich jemand fragen, wie es möglich sein kann, dass gegenüber einer Problemsituation nur zwei Handlungsweisen existieren und beide gleichzeitig falsch sein können. Das ist gut möglich, da das Drogenproblem infolge einer vorherigen Problemsituation entsteht und nicht als Selbstständiges existiert. Von dem Augenblick an, wo es in Erscheinung tritt, egal was einer unternimmt, ist es im voraus zum Scheitern verurteilt, da derjenige nicht die Gesamtheit der Bedingungen kontrolliert. Es ist so, als ob dich jemand z.B. mit einem Kran auf einen Ast hebt, bei dem im voraus bekannt ist, dass der Ast dein Gewicht nicht aushält. Das Problem befindet sich also in den Bedingungen, die dich in diese Lage gebracht haben, und nicht in der Frage, ob du den Ast verlassen sollst oder nicht, da du sowieso abstürzen wirst.

Die Problematik beschränkt sich insofern, dass wir uns klar machen müssen, warum es Menschen gibt, die Drogen brauchen und was diese Drogen als Produkt anzubieten haben. Ab dem Punkt, wo ein Bedürfnis entsteht, werden sich immer welche finden, die es abdecken werden. Zuerst tritt also ein menschliches Potential mit bestimmten Bedürfnissen in Erscheinung und erst dann erscheint das Produkt, das diese Bedürfnisse stillt und somit auch diejenigen, die damit handeln. Die Drogen sind kein Produkt, das in unserem Jahrhundert erfunden wurde und deren unkontrollierte Anwendung sie zu einer Plage hat werden lassen. Sie existieren seit Menschengedenken. Obwohl aber ihre Existenz so weit zurück reicht, machen sie sich als Gesellschaftsplage erst seit wenigen Jahrzehnten bemerkbar.

Um einen Einblick in diese Situation gewinnen zu können, werden wir sie von der umgekehrten Seite untersuchen; nicht in ihrer korrekter Reihenfolge. Wir werden versuchen, die Bedürfnisse dieses mensch­lichen Potentials -das zu den Drogen neigt- festzustellen, im Gegensatz dazu, was das Produkt Droge bietet. Die Drogen entbinden den Menschen von seiner Umwelt und somit von der Realität. Für sehr geringe Zeit entbinden sie ihn von den aufgezwungenen Pflichten des Alltags und isolieren ihn von seinen Problemen. Sie schaffen Situationen künstlicher Euphorie oder stumpfen das Kritikpotential des Anwenders ab -je nach Art- mit dem Endergebnis, dass derjenige für sehr kurze Zeit in seiner eigenen Welt -wie er sie haben will und nicht wie sie in Wirklichkeit ist- lebt.

Genau hier befindet sich das Problem. Es gibt Menschen, die die Art und Weise wie die Gesellschaft funktioniert nicht aushalten können, und opfern sogar dabei auch all das, was sie selbst als von ihr Angebotenes erkennen, indem sie künstliche Auswege suchen. Wie der Leser bemerkt, das Problem ist das Gefühl der Ausweglosigkeit und des Erstickens, das die Menschen fühlen und nicht die Drogen selbst. Das Problem sind nicht die hohen Gebäude, wenn manche sie dazu nutzen um Selbstmord zu begehen. Das Problem ist die Ursache, die sie zum Selbstmord drängt. Falls sie es nicht auf diese Art, werden sie es auf eine andere Art und Weise versuchen. Das Wichtige an dieser Stelle ist, dass wir eine Charakteristik dieses menschlichen Potentials entdeckt haben, nämlich das Gefühl der Ausweglosigkeit.

Was uns jetzt interessiert, ist die Betrachtung dieses Potentials in Hinsicht auf sein Alter. Ist es überhaupt möglich, dass diese Menschen Senioren sind? Nein, die Ausweglosigkeit zertrümmert einen Menschen, der sich in der Phase befindet, manche Entscheidungen für sein Leben treffen zu müssen, und nicht einen, der sie schon getroffen hat und sein Leben -ob gut oder schlecht- gelebt hat. Wozu soll denn der alte Mensch Drogen nehmen? Verlangt überhaupt jemand von ihm etwas ab, sodass er sich nicht in der Lage sieht, den vorgegebenen Weg verfolgen zu können und dadurch in den Drogen einen Ausweg sucht? Soll er wohl Drogen nehmen, um zu vergessen, dass er sein Leben sinnlos gelebt hat? Es ist nicht nötig, er schafft es auch ganz gut mit dem Alkohol.

Wir sehen also, dass dieses menschliche Potential, dessen Charakteristiken wir unter­suchen, gar nicht abstrakt ist, sondern eine Identität besitzt. Es sind junge Menschen, die sich von der Ausweglosigkeit erdrückt fühlen; Menschen wie ich und sie, unsere Kinder, und wenn keine Lösung gefunden wird, auch die Kinder unserer Kinder.

Paradoxerweise geschieht mit den Drogen folgendes: Dass sie überhaupt als Gesellschafts­plage existieren, beweist, dass die Gesellschaft lebendig ist. Das Ganze ähnelt dem Fieber, das der menschliche Organismus deutlich zeigt, um sich zu verteidigen. Die Menschheit hat in der Vergangen­heit tragische Situationen erlebt -wo die Unterdrückung, die Armut und der Tod ständige Phänomene waren- und hat keine Reaktionszeichen von sich gegeben. Sie hat ein Mittelalter durchgemacht -das für viele Gesellschaften erst vor wenigen Jahren als Kapitel abgeschlossen ist- und trotzdem hat sie keine Reaktionstendenzen geäußert, nicht einmal selbstzerrstörerische, wie das heute der Fall ist. Die Drogen gehören dieser Art von Reaktionen an und die Größe des Problems, das sie hervorrufen, ist der Beweis dafür, dass die Menschheit heute lebt, obwohl sie äußerst krank ist. Die Menschen erkennen die Ausweglosigkeit, weil sie lebendig sind, und lebendig ist der Mensch, der seelisch gesund ist. Lebendig ist der Mensch, der eine Selbsterkenntnis hat, seine tatsächlichen Bedürfnisse wahrnimmt und zusätzlich erkennt, was die "Macht" von ihm abverlangt, um diese Bedürfnisse zu befriedigen. Tot ist der Mensch, der ohne Reaktion all das macht, was das System von ihm abverlangt. Tot ist der Mensch, der eifernd als Soldat bereitsteht, wenn das System die Opferung verlangt, und ein Leben lang in den Fabriken am Rande der Ausnutzungsgrenzen arbeiten wird, wenn das gleiche System die Produktion verlangt.

Ist es überhaupt möglich, dass ein Mensch, der den "Profi-Messiassen" des Machtsystems folgt, sich in der Drogenwelt verirrt? Er kann die Ausweglosigkeit nicht erkennen, da er die Lösungen, die ihm angeboten werden, ohne weiteres annimmt. Er flirtet nicht mit dem Tod, weil er schon tot ist. Die jungen Menschen von heute sind nicht tot und das verleiht den Drogen diese verheerenden Charakteristiken. Sie leben und werden vom Tod gefährdet. Sie haben Wissen und zusätzlich bemerken sie alles. Wenn die absolute Mehrheit der Menschen in dieser Welt in unendlicher Armut lebt und sich das System an sie nur erinnert, wenn es auf der Suche nach Opfern ist, muss man das Wunder in dem hohen prozentualen Anteil der jungen Menschen suchen, die keinen Bezug zu den Drogen haben. Falls man sich Gedanken macht, was das System den jungen Menschen abverlangt und was es ihnen im Endeffekt gibt, ist es ein wahres Wunder, dass nicht alle eine Todesspritze in ihrer Tasche tragen. Das System verlangt, dass sie ihre Jugend opfern, ohne dass es für sie eine Absicherung ermöglicht. Es leitet sie in Bildungssysteme ein, die ungeheure Opferungen abverlangen, damit sie die zukünftigen Arbeitslosen werden. Es gibt ihnen eine Bildung und gibt an Ungebildete die Macht, sie zu lenken und zu beraten; gibt Vorbilder, die keinen Bezug zu Menschen und ihren wirklichen Bedürfnissen haben.

Das System ist eine Vorbild-Herstellungs-Maschine. Zu Diensten des Systems existieren Vorbilder, die als Ziel haben, den Menschen in die Opferung zu lenken. Diese Vorbilder haben immer die gleiche Richtung: Der Arme soll zum Reichen werden, der Reiche noch reicher, der nicht berühmte berühmt, usw.. All das begünstigt das System, weil es die Macht hat, diese Vorbilder zu schützen und sie für sich günstig einzusetzen. Empfänger dieser Meldungen sind die Eltern und an dieser Stelle lokalisiert sich auch ihre Schuld. Sie setzen ihren Kindern, wenn sie klein sind, Ziele -die sie selbst nicht in der Lage sind hinsichtlich ihrer Qualität zu überprüfen- und können sich dabei nicht den Schaden vorstellen, den sie an ihren Kindern anrichten können. Niemand kann sich vorstellen, was ein Mensch fühlt, der alles in sein Leben geopfert und nicht das erreicht, was er in seinem Kopf idealisiert hat. Das gleiche gilt auch, wenn im Falle des Erfolges sich das Ziel als minderwertig, im Vergleich zur Opferung die stattgefunden hat, erweist.

Falls zusätzlich all das mit der Unterdrückung in Verbindung gebracht wird, erkennt man leicht, wie einfach die drogenabhängigen Kandidaten entstehen. Wenn das System erreicht hat, die Gesellschaft in den für sich erwünschten Rhythmus zu setzen, erschafft es sich Gesetze und Rahmenbedingungen, die nur noch für Tierherden einen Sinn ergeben und nicht für Menschen mit Kritik und Sensibilitäten. Wehe dem, der sich nicht damit abfindet. Die wirtschaftliche Diskrepanz wird die Freundschaften und die Liebes­beziehungen zerstören und die Entscheidungsfreiheit einengen. Die Türen werden luftdicht schließen und die Verneinung wird zum Schatten des Menschen. Die Macht und das Verhalten des Systems zerbrechen das menschliche Wesen und diejenigen, die das kleinste Durchhaltevermögen aufweisen, werden auch die sein, die zu entkommen versuchen, auch wenn nur durch die Illusion, indem sie eine Verabredung mit dem Tod schließen.

An dieser Stelle erscheint die Tragik der Ironie: Dem System ist die Schuld für das Drogendrama anzurechnen und die Menschen wenden sich dem Schuldigen zu, damit er eine Lösung findet. Sie wenden sich nicht nur nicht gegen das System und seine Macht, sondern sie verstärken diese Macht und verleihen dem System eine wertvolle Rolle, die zum Resultat führt, nicht nur sich Alibis zu verschaffen, sondern, dass es leider zusätzlich zum absoluten Regler des Problems wird.

Die Menschheit soll nicht vergebens auf eine Lösung hoffen, von dem Augenblick an, wo das System auf mehrere Arten und Weisen von dieser Problemsituation einen Nutzen zieht. Dem System ist sein Unterdrückungsmechanismus (Gesetz-Verbot-Zurückdrängung-Verfolgung) sehr zum Vorteil, weil es dadurch diejenigen, die eine Beziehung zu den Drogen haben, zu Opfern und Opferer trennen kann. Für sich selbst übernimmt es in der Gesellschaft seine nötige Rolle und ab dem Punkt funktioniert alles zu seinem Nutzen. Der Unterdrückungs- oder anders gesagt, der Erstickungsmechanismus erschafft die Drogenhändler und aufgrund deren Existenz verstärkt das System diesen Mechanismus, der meist gegen Streikende, Studenten, oder auch andere eingesetzt wird. Falls kein solcher Mechanismus existiert, hat es keinen Sinn, dass jemand zum Drogenhändler wird, da es sich dabei nicht besonders lohnt. Diese Situation stört im Prinzip das System, da die Menschen -früher oder später- die wahren Gründe, die ihre Kinder zum Tod führen, entdecken werden.

Der Unterdrückungsmechanismus in Kombination mit der Sucht lässt die Drogenhändler entstehen und gibt dem Problem eine Expansionslösung. Die ersten Händler werden aus den Kreisen der Drogenabhängigen entstehen und werden versuchen, weil sie nicht in der Lage sind ihre Ration zu sichern -die aufgrund des Erstickungsmechanismus zu teuer ist- zu Lasten Dritter ihren Nutzen zu ziehen. Sie werden Opfer suchen und mitreißen, die in der Lage sein werden, ihre Ration zu bezahlen, sodass sie selber von den Handelsgesetzen profitieren können. Es wird genau das eintreten, was im Handel Gesetz ist: Wenn es eine Krise gibt, existieren auch die Angebote, "Beim Kauf von Dreien ist das eine geschenkt". All diejenigen bilden die Basis des Drogenhandels und vergeben dem Problem eine Ausbreitungs­tendenz. Sie sind Händler-Opfer ihrer Sucht und sind die allergefährlichsten, da sie zwischen uns, in ihrem verzweifelten Versuch ihre Ration zu sichern, auf der Suche nach neuen Opfern sind. Diese tragischen Opfer sind aber nicht diejenigen Händler, die das System zum Ziele hat, da sie schrecklich unglücklich und praktisch nicht in der Lage sind, den Drogenhandel effektiv auszunutzen. Sie können der Gesell­schaft nicht sichtbar reich und mächtig erscheinen und geben somit dem System nicht die Möglichkeit, uns glaubhaft machen zu können, dass es sich kämpfend für unser Wohl gegen starke Feinde einsetzt. Ein Mensch, der Knecht seiner Leiden ist, kann sich nicht zum guten Händler erweisen, genauso wie er auch nicht z.B. ein guter Wissenschaftler werden kann. Der Handel ist eine Tätigkeit, die einen klaren Kopf, Strategie, Wissen und Beziehungen voraussetzt und hängt nicht vom vertriebenen Produkt ab.

Die Händler, die uns interessieren, sind Schöpfungen des Erstickungsmechanismus, die sich in diesem Raum, aufgrund des wahnsinnig großen Ertrages ihrer Aktivität und der Schwäche der Händler-Süchtigen der Abdeckung der Bedürfnisse eines sonderbaren "Marktes" entgegen­kommen zu können, befinden. Sie sind auch ihrer Reihe nach Opfer und Opferer zugleich. Opfer sind sie aufgrund dessen, dass sie keine lebenden Menschen sind, wenn sie vierundzwanzig Stunden am Tag verängstigt sind und jedes mal, wenn sie aktiv werden, ihr Leben in Gefahr setzen müssen. Auch wenn das ihr Wunsch wäre als Menschen zu fungieren, könnten sie sich nicht als solche verhalten, da sie keine Freunde und auch keine Liebesbeziehungen erhalten können. Sie sind dazu verurteilt, mit ihresgleichen zusammenzusein und Tagesbeziehungen mit Prostituierten zu haben.

Wer sind aber diese und woher stammen sie? Wir haben gesagt, dass die Drogen­süchtigen unsere Nähesten sind und wir uns um sie Sorgen machen. Wer sind aber diese Händler? Leider sind diese Menschen auch unsere eigene Leute. Geschwister sind diejenigen die leiden und Geschwister sind auch diejenigen, die den Tod verteilen. Der Unterschied zwischen den beiden besteht in der Art, in der sie entstehen. Drogensüchtig kann jeder werden, der Ausweglosigkeit und Panik spürt. Händler kann ebenfalls jeder werden, dem seine Bildungsebene als einziges Ziel seines Lebens den Reichtum setzt und seine Philosophie nicht zwischen erlaubter und unerlaubter Handlungsweise unterscheidet. Wenn das System dafür sorgt, dass den Reichen alles gegeben wird und den Armen nichts -die auch noch dazu ungebildet bleiben-, ist es offensichtlich, dass das Phänomen des Glücksrittertums in Erscheinung tritt. Gebildete Drogenhändler sind ein seltsames Phänomen, nicht weil die gebildeten Menschen bessere Menschen sind, sondern weil die gebildeten Menschen mehr Angst haben. Sie untersuchen die Sache aus verschiedenen Blickwinkeln, da sie mehrere Informationen dafür benutzen, und haben Angst vor der Logik des "Alles oder Nichts".

Bis jetzt sehen wir die Elemente des Problems voll entwickelt. Es existiert ein Beschützer-System (der "Gute"), der auf die Jagd nach den Händlern des Todes (die "Bösen") ist und die Drogensüchtigen (die "unbeholfenen Opfer") heilt, wenn auch ohne Grund, da seinerseits parallel kein Versuch unternommen wird, die Vorgaben, die zu den Drogen führen, zu verändern. Wenn der Drogenabhängige rehabilitiert wird und arbeitslos in die Gesellschaft zurückkehrt, allein und gekennzeichnet dazu, ist es eine Frage der Zeit, dass er wieder in seine Sucht zurückfällt.

Die vorhergenannte Situation, die als vollständig und zugänglich erscheint, sodass sie von allen begriffen wird, ist leider nur die Spitze des Eisberges. Es ist nicht möglich, dass das vor nichts zögernde System sich nur mit der Erschaffung seiner unbedingt nötigen Gesellschafts­rolle zufrieden gibt. Es musste sich unbedingt auch in die Richtung der wirtschaftlichen Ausnutzung der Drogen bewegen, da es, außer dass es unersättlich ist, auch eine riesige Gefahr spürte. Es wurde von Menschen mit enormen wirtschaft­lichen Fähigkeiten gefährdet, die durch die Ausbeutung der Drogen hervortraten.

Wir sprechen von wirtschaftlicher Ausnutzung und vom System und der Gedanke des Menschen wandert zu Parolen von der Art: "Die Bullen verkaufen das Heroin". Das ist falsch. Auch wenn alle Polizisten Drogenhändler wären, verbindet sich das System und seine Unternehmungen nicht mit ihnen. Sie sind Angestellte des Systems, so wie es alle anderen sind, und mehr oder weniger auch wir alle. Ihre Uniform bedeutet gar nichts. Sie gehören zu der Kategorie der Händler die wir vorher analysiert haben, da sie Drogen vertreiben, aufgrund dass sie sich nicht mit ihrem Lohn begnügen und die bekannte Ansicht über den Reichtum haben. Indem jemand Polizistenhändler aufdeckt, zerrüttet er das System nicht, sondern verstärkt es. Er gibt dem System die Möglichkeit, seine Krokodilstränen zu vergießen, seine Selbstkritik voller Heuchelei durchzuführen und sich im Nachhinein zu verstärken, indem es seine Härte vermehrfacht. Auf diese Weise wird der Unterdrückungsmechanismus im Bezug auf die Gesellschaft verstärkt, während manche andere seiner Untergebenen mit geleistetem Werk erscheinen, indem sie manchen unwürdigen "Dienstverrichter" enthüllten und kontrollieren.

Wenn wir über wirtschaftliche Ausnutzung und vom System sprechen, sollten sich ihre Gedanken nicht auf Extravaganz, Kasinos, Luxuskarossen und Prostituierten richten. All das repräsentiert nur diesen Anteil des Gesamtdrogenertrages, den sich das System entschieden hat, den Händlern zu überlassen. Diesen Anteil überlässt es aus zwei Gründen: Erstens, dass ihnen ein Endziel dieser Gelder vor Augen geführt wird und zweitens, dass die Bedingungen vorhanden sind, die die Händler gebären. Wenn wir über wirtschaftliche Ausnutzung des Systems sprechen, sprechen wir über Regierungen, über Industrielle, über Bankiers; wir sprechen über Menschen, die über jedem Verdacht stehen. Wir sprechen von Wirtschafts­größen, die die Rüstungsindustrie als ein kleinländliches Umänderungsgewerbe erscheinen lassen. Wir sprechen von Geldern, die, falls sie den Händen der Drogenhändler überlassen blieben, würden sich innerhalb eines Jahres alle Weltgleichgewichte im Bezug auf Reichtum und Macht ändern. Die Händler würden so mächtig werden, dass die Industriellen und die Bankiers -die die Grund­fundamente des Systems sind- als Penner erscheinen würden.

Damit ihr euch ein Bild der Größen, von denen wir sprechen, machen könnt, überlegt folgendes: Magnate der Weltwirtschaft mit Vermögen an die 5 Milliarden Dollar existieren wenige; diejenigen, die die 10 Milliarden überschreiten, zählt man an den Fingern der einen Hand ab. Der Drogenumsatz, allein in den U.S.A. und nur für ein Jahr, übersteigt die 110 Milliarden Dollar. Dieses ist nicht als sonstiges Vermögen zu betrachten, wo die Vermögens­werte im großen Maße nur bildlich sind, sondern als bares Geld. Weltweit -falls jemand zusätzlich die Prostitution und den Waffenschmuggel, die sich auf die gleiche Art und Weise entwickeln, dazuzählt- schraubt sich der Umsatz auf die phantastische Höhe von Zehner Billionen Dollar auf. Diese Goldgrube der Gelder -die gleichwertig dem Vermögen Hunderten von Magnaten ist-, da sie Produkt der Nebenwirtschaft ist und somit nicht dem legalen Besitz von jemandem unterliegt, steht unter Beanspruchung und bildet die Beute der "Raubtiere".

All das kennt das System und nutzt es aus. Was macht es eigentlich genau? Das, was auch ein Beschützer der Unterwelt macht; der sogenannte Zuhälter. Der angesprochene "Herr" erstellt solche Bedingungen, dass diejenigen, die er selber zum Ausnutzen erschafft, keine andere Wahl haben und am Ende in seine Hände geraten. Das System, indem es sich in der gleichen Art und Weise verhält, setzt seine Macht ein, um Gesetze und Rahmenbedingungen zu erschaffen, sodass sein Dasein nötig wird; all diese Gelder charakterisiert es als "schmutzig" und setzt sie nicht in die Produktion ein. Das System befasst sich nicht mit dem "schmutzigen" Teil der Arbeit; es wartet "hinter der Ecke" auf diejenigen, die sich damit befassen. Indem es das Bankensystem kontrolliert, verbietet es all denen aus der von ihm vorherbestimmten Reichtums- und Machtebene zu entkommen. Jeder, der es trotzdem versucht, wird als Drogenhändler hinter Gitter gebracht oder von seinesgleichen ermordet, die dann mit der Rückendeckung des Systems seinen leer gewordenen Platz übernehmen. Mit wenigen Worten: Ein Drogenhändler kann nie ein Industrieller oder Reeder werden, auch wenn er den Drogenhandel verlassen will und die Gelder dazu hat, die ihm solches erlauben. Immer, wenn jemand solche Tendenzen offenbart, wird er von den exzellent entwickelten Systemreaktionen vernichtet. Das, was er tun kann, ist das System zu respektieren und zu versuchen, die maximal erlaubte Ebene zu erreichen in der Hoffnung, dort legal für immer bleiben zu können. Ab diesem Punkt kann er sich nur mit dem vorgesehenen Rhythmus entwickeln und nicht mit dem, den seine Wirtschaftskraft erlaubt. Das bedeutet einfach, dass er anfangen muss, seine Gelder von "schmutzig" in "sauber" zu verwandeln und somit in diesen Vorgang hineingehen, den wir "Geldwäsche" nennen. Die "sauberen" Gelder -die ein unwichtiger Teil der Gelder sind die er besaß- setzen ihn in die vorgesehene Ebene; die legale Ebene. Die restlichen 80% bis 90% gehen direkt -da nicht einmal die Paten der Nacht mit solchen Prozentsätzen arbeiten- zum habgierigsten der Zuhälter.

Von dem Augenblick an, wo die Gelder "gewaschen" sind, sind alle zufrieden und jeder geht seinen Weg. Der Händler erscheint einerseits als selbst erstandener und "genialer" Unternehmer -der, falls es noch dazu kommt, dass er einen Glockenturm erbaut, auch zum "Wohltäter" ernannt wird-, andererseits führt das System nun allein seinen Weg der Ausnutzung fort. Von dem Augenblick an und danach gerät die Sache in die Hände der gebildeten Glücksritter und das Vagabundieren wird Politik genannt. Auf dieser Ebene gibt es keinen Spielraum der Fehler zulässt, und können keine Selbsterstandene eindringen. Auf dieser Ebene dominiert das Traditionelle, die Hierarchien und die gut ausgebildeten Knechte. Auf dieser Ebene existieren diejenigen, die die Politiker lenken, die Industriellen, die Reeder und die "glänzenden" Absolventen der ebenfalls "glänzenden" Colleges des Westens. All diese "bedauern" natürlich die armen Drogenopfer, machen sich "Sorgen" um das Zerstören der Umwelt, "empören" sich gegen die Barbarei der Menschenmassen auf die Tiere und wissen ...die guten Weine zu schätzen. All diese sind -leider oder zum Glück- nicht unsere Geschwister, so wie die ihrerseits "bemitleidenswerte" Drogensüchtige und die "Mörder" Händler. Sie selbst wollen nicht unsere Geschwister sein, da sie sich als "Aristokraten" schätzen. Die Drogen -die weichen- haben sie im College ausprobiert -als diese in Mode waren- um "....'ne Puppe aufzureißen" und den "daddy" zu nerven der ihnen keinen Porsche kaufte. Und was die Drogenhändler betrifft, die haben nie verstanden, warum sie immer ihr Leben in Gefahr setzen mussten für Geld, das der "daddy" durch Staatliche Zuschüsse ohne jede Gefahr bekam, mit einziger Pflicht die Ausführung eines Empfanges.

Die Goldgrube dieser Gelder nutzt das System aus, um seine Macht hinauszögernd zu verewigen und diejenigen Gleichgewichte zu erhalten, die es begünstigen. Es ist unbedingt nötig, dass nicht nur die Bedingungen, die die "Macht" begünstigen, erhalten bleiben, sondern auch die Welthierarchie. Das geschieht auf die gleiche Art und Weise wie Kriminelle ihre Beute teilen: Der Mächtige bekommt den Anteil des Löwen und die Übrigen sind mit dem Restlichen zufrieden, da sie andernfalls gefährdet sind.

Das Weltsystem nutzt ja die Drogen aus, aber das Weltsystem ist eine Synthese mehrerer nationaler Systeme. Das System, welches den Vorsitz hat, kassiert das meiste und die Übrigen den Rest. Das geschieht folgendermaßen: Diejenigen, die die Weltherrschaft haben, kontrollieren das Weltbanksystem und haben unter ihrer Aufsicht sehr starke Geheimdienste für Informationen. Diese haben in jedem Augenblick das Wissen, wo "Geldwäsche" betrieben wird. Deren Ziel ist, den größten Teil der Milliarden von Dollars, die zur "Geldwäsche" bestimmt sind, wegzureißen. Das ist nur möglich, wenn die Banken, die diese Arbeit übernehmen, unter ihrer Kontrolle stehen. Wenn sich ein Staat entscheidet sie zu umgehen, merken sie es sofort und zeigen ihn für diese Tätigkeit an. Sie haben die Kraft, falls er nicht hörig wird, seine Regierung zu stürzen und ihn in eine Notlage zu bringen. Sie machen den Menschen glaubhaft, dass sie gegen die Drogen wirken und im Nachhinein können sie ein Embargo setzen oder ihm zusätzlich den Krieg erklären. Das findet natürlich fast nie statt, da die Regierungen kontrollierbar sind und keiner riskiert, in einem im voraus verlorenem Kampf seine Macht zu verlieren. Die wenigen Male, wo man ein solches Phänomen betrachten kann, findet es in Ländern der dritten Welt statt, wo mancher Diktator viel mehr Angst vor dem Revolver hat, der an seinem Nacken liegt, als vor dem System. Es ist einfach eine Frage der Priorität.

Von dem Augenblick an, wo das System, das die Weltherrschaft hat, sich den Anteil des Löwen sichert, werden diese Gelder um die Erhaltung dieser Weltherrschaft ausgegeben und zusätzlich, dass sich die Macht nur in den Händen seiner Begünstigten befindet. Ein kleiner Teil der Gelder wird für "schmutzige" Geschäfte des Systems ausgegeben und der Rest wird dem Sektor des Imperialismus zugeschüttet. Diese "schmutzigen" Geschäfte beziehen sich nur auf Personen, erwünschte oder unerwünschte. Sie sind eine Art Luxus, den das System genießt, da sie nicht mit generellen Strategien zu tun haben, sondern mit der Begünstigung mancher Personen gegenüber anderen. Es werden Mörder bezahlt, um unerwünschte "Elemente" wegzuschaffen, Prostituierte, um Gegner bloßzustellen, Wahlkampagnen unterstützt, usw.. Das Hauptvolumen der Gelder fließt in die Unterstützung des Produktions­apparates des Starken und hat nicht als Folge das Verstärken des Imperialismusphänomens im Allgemeinen, sondern das Dominieren des Imperialismus des Stärkeren.

Das Kapital, aufgrund der Urheberrechte auf die Technologie, erschafft im Markt Konkurrenz­bedingungen. Diese Konkurrenz führt zum Imperialismus, der als Ziel hat, die ausländischen Märkte unter dessen Kontrolle zu setzen, der diesen Imperialismus entwickelt. Die "schmutzigen" Gelder geben dem Starken den Vorteil, da sie seine Konkurrenzfähigkeiten wachsen lassen. Diejenigen Industriellen haben im Markt den Vorteil, die die höchsten staatlichen Zuschüsse aus dem Staat dem sie angehören, sichern. Sie haben immer einen größeren Spielraum wenn sie unter günstigeren Bedingungen kreditiert werden -und manchmal auch ohne jegliche Bedingungen-. Dieses Geld, das sie verwalten, ist billig, weil es geschenkt ist. Es ist kein gespartes Geld, das der Zinseszins der Deposition teuer macht und die Breite der Begünstigungen einengt. Eine konventionelle Bank -und somit alle Banken der imperialistischen Gegner- kann nicht für ewig die entsprechende nationale Industrie unterstützen, und kann auch nicht in riskante Investitionen investieren. Nur der Starke hat dabei kein Problem und das hält ihn an der Spitze und erlaubt ihm, die Übrigen zu kontrollieren. Wir sehen, dass die Gelder, die aus den Drogen kommen, im freien Markt das Phänomen der illegalen Konkurrenz erschaffen; das wird aber von den Betroffenen nicht angezeigt, da sie ja gefährdet sind. Die Kommunisten sollten sich nicht der Illusion hingeben, dass dies alles Entartungsphänomene des Kapitalismus seien, da der frühere vitale Ostblock das gleiche unternahm.

Der Leser, aufgrund all des vorher angesprochenen, kann sich dessen sicher sein, wie sehr sich die Machthaber amüsieren, immer wenn sie die Parole "die Bullen verkaufen das Heroin" hören. Er kann ebenfalls sicher sein, für wie naiv sie uns halten, jedes mal wo sie uns die "Heldentat" der Verhaftung eines "Kokainbarons" präsentieren.

An dieser Stelle wird sich mancher fragen was passieren kann, wenn dieser Erstickungs­mechanismus nicht existiert. Wir haben gesagt, dass dem System dieser Mechanismus sehr zum Vorteil ist und wir haben auch gesehen, wie es ihn ausnutzt. Was wird passieren, wenn es zur Legalisierung aller Drogen kommt? Absolut nichts. Wenn wir sagen, dass dem System der Unterdrückungsmechanismus zum Vorteil ist, sagen wir, dass es, falls er entfällt, eine Frage der Zeit sein wird, bis es ihn wieder in Vordergrund bringt. Kann sein, dass es die Praktik der Legalisierung ausprobieren wird, nur um ihre Unstatthaftigkeit zu beweisen. Sie würden -System und Drogenhändler- wie die Vampire über unseren Köpfen kreisen, bis uns das klar wird, was diese möchten dass uns klar wird: Nämlich, dass die einzige Lösung der Unterdrückungs­mechanismus sei. Wenn sich die Funktionsweise der Gesellschaft nicht ändern wird, kann sich die Drogenplage nicht ausradieren. Falls sich daran nichts ändert -und das Ganze sich mit dem Einfluss und der Macht des Systems auf die Massenmedien kombiniert wird- wird es eine Frage der Zeit werden, bis sich die Menschen wieder dem System zuwenden. Es wird eine Frage der Zeit werden, die Rettung erneut von der Seite des Systems zu verlangen.

Gibt es eigentlich eine Lösung? Können wir etwas tun? Das System kann nur mit einer Kombination von Schlägen bekämpft werden. Diese Kombination muss als gleichzeitiges Ziel die Spitze wie auch die Basis haben. Wir müssen Probleme an der Spitze bereiten, sodass wir es rechtzeitig mit der Abwehr in der Basis schaffen.

Wir müssen die Legalisierung der gesamten Drogen verlangen und gleichzeitig, dass die "schmutzigen" Gelder der Händler des Todes als "sauber" anerkannt werden.

Die Legalisierung wird den Drogenhandel nicht mehr ergiebig machen, aber diesmal werden die Drogenhändler nicht versuchen Probleme zu bereiten, da sich ihre Interessen auf den Raum des Drogenhandels beschränken. Das System wird seine eigenen Probleme gegen seinen neuen überstarken Gegner lösen müssen, während die Drogenhändler die Möglichkeit bekommen werden, sich auch in anderen Wirtschaftssektoren ausbreiten zu können. Die "Aristokraten" müssen es sich gut in ihren Köpfen einstanzen lassen, dass wir -die potentiellen "Opfer" oder "Kriminelle"- uns entschlossen haben, schlaflose Nächte für sie zu bereiten. Es ist besser für uns alle, wenn die "schmutzigen" Gelder in die Produktion einfließen und somit sich die Händler des Todes aus unseren Höfen entfernen, als dass diese Gelder uns mehr als ein Mal töten, so wie wir es vorher beschrieben haben.

Ab diesem Punkt und danach muss Arbeit auch an der Basis geleistet werden und konkret innerhalb der Familie. Wir müssen Menschen mit Werten in diese Welt bringen und keine miesen Kreaturen, die sich gut einzurichten versuchen, indem sie von Würden und Rängen träumen. Menschen, die sich für die Liebe und die Freundschaft opfern und nicht für die unerfüllten Wunschträume ihrer Eltern. Was jetzt die Drogensüchtigen betrifft: Ihre Resozialisierung ist die einfachste Sache, da, falls sie jemandem Rechen­schaft schuldig sind, dann sich selbst und niemand anderem.

Falls wir es nicht schaffen, uns jetzt zu aktivieren, sollten sie sich im Klaren sein, dass das letzte Stadium des Imperialismus der Krieg ist. Dann werden wir nicht mehr von "lebenden Toten" sprechen, sondern von wahren Toten und Krüppeln.

Zur gleichen Stunde werden manche andere -wie immer- ...die guten Weine schätzen.




                                                              Trajanou Panagiotis

                                              Schriftsteller des Buches "Wassermann"



P.S.

Falls Sie sich vom Gelesenen angesprochen und verpflichtet fühlen, würde ich Sie herzlichst darum bitten, eine Kopie davon weiterzugeben. 
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